Weihnachtszeit

O sch?ne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fr?hlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das H?uschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

Heinrich Hoffmann von Fallersleben
2.12.05 10:05


Die Heilige Nacht


Gesegnet sei die Heilige Nacht
die uns das Licht der Welt gebracht!
Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.
Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gru? tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: "F?rcht't euch nicht!"
"Ich verk?nd euch gro?e Freud:
Der Heiland ist geboren heut."

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;
zu singen dem s??en Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein L?mmlein fromm.
Bald kommen auch gezogen fern
die Heil?gen Drei K?nig' mit ihrem Stern.

Sie knieen vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.
Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: "Gott in der H?h sei Ehr!"

von Eduard M?ricke
2.12.05 10:14


Der Traum

Ich lag und schlief; da tr?umte mir
ein wundersch?ner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl
die brannten ringsumher;
Die Zweige waren allzumal
Von goldnen ?pfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran:
das war mal eine Pracht!
Da gab?s, was ich nur w?nschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht? ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war?s um mich.
Du lieber, sch?ner Weihnachtsbaum,
sag? an, wo find? ich dich?

Da war es just, als rief? er mir:
?Du darfst nur artig sein;
dann steh? ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erf?llt der Traum,
dann bringet die der Heil?ge Christ
den sch?nsten Weihnachtsbaum.



Hoffmann von Fallersleben
2.12.05 10:18


Das Tännelein

Es war einmal ein T?nnelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und ?pflein fein
und vielen bunten Kerzelein:
Das war am Weihnachtsfest so gr?n
als fing es eben an zu bl?h'n.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stand's im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war ach, dahingeschwunden.
die gr?nen Nadeln warn'n verdorrt,
die Herzelein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tag's der G?rtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm -
Hei! Tat's da spr?h'n und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelw?rts
in hundert Fl?mmlein an Gottes Herz.

Christian Morgenstern





2.12.05 10:21


Vom Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das M?tzchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem N?schen.
Die kleinen H?nde taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, m?chtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -
denkt ihr, er w?re offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Sch?nes drin!
Es roch so nach ?pfeln und N?ssen!

Anna Ritter (1865-1921)

2.12.05 10:34


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